Im Nachfolgenden werden teilweise folgende Abkürzungen verwendet. Die Bedeutung ist hier aufgeführt: TrinkwV.: Trinkwasserverordnung, UsI: Unternehmer oder der sonstige Inhaber der Wasserversorgungsanlage

1. Die TWG Hausanalyse
Dipl.-Ing Jens Bellmer VDI führt Trinkwasser-Inspektionen, Trinkwasser-Probenahmen und Beratungen durch. Herr Bellmer:

  • besitzt eine VDI 6023-A-Zertifizierung für Hygieneinspektionen von trinkwassertechnischen Anlagen in Gebäuden, mit mehr als 30 jährige Berufserfahrung als Haustechnik-Ingenieur.
  • ist LÖGD-IWW-zertifizierter Trinkwasser-Probenehmer mit mehr als 15 jähriger Berufserfahrung als Probenehmer.
  • ist externer Trinkwasser-Probenehmer der akkreditierten Untersuchungsstelle HBICON, dem Institut für Hygiene, Bakteriologie, Analytik, Umweltmedizin, Consulting in Bielefeld. Einbindung in das Qualitätsmanagementsystem der Untersuchungsstelle mit vertraglicher Verpflichtung den Qualitätsanforderungen des Labors Folge zu leisten. Jahrzehntelang-bewährte, eingespielte Zusammenarbeit zwischen der TWG Hausanalyse, dem HBICON und Gesundheitsämtern.

2. Keine Untersuchungsstelle
Die TWG Hausanalyse selbst, ist keine Trinkwasser-Untersuchungsstelle gemäß § 15 der Trinkwasserverordnung. Auf der Interseite www.lanuv.nrw.de/analytik/trinkw_rv/tw_ustellen.htm des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein Westfalen ist eine Liste von entsprechend geeigneten Untersuchungsstellen mit Laborstandort Nordrhein Westfalen aufgeführt. Das vorgenannte Labor HBICON wird in dieser Liste mit einer Akkreditierungsnummer geführt.

3. Verkürzter Zahlungsverkehr
§ 14(6) - TrinkwV. fordert, dass der UsI - also Sie als Betreiber - einer Wasserversorgungsanlage die Trinkwasser-Untersuchungen nach den Absätzen 1 bis 5 der TrinkwV. durch eine akreditierte Untersuchungsstelle durchführen zu lassen haben, die nach § 15 der TrinkwV. zugelassen ist. Ein Untersuchungsauftrag muss sich auch auf die jeweils dazugehörende Probennahme erstrecken.
Als UsI rechnen Sie auf Basis des verkürzten Zahlungsverkehrs, einen Untersuchungsauftrag alleinig mit der TWG Hausanalyse ab und erhalten zwei Teilleistungen:

I.) eine haustechnische Untersuchung durch die TWG Hausanalyse, Dipl.-Ing. J. Bellmer VDI und

II.) eine Trinkwasser-Untersuchung durch das Labor HBICON mit dem Probenehmer des Labors: Dipl.-Ing. J. Bellmer VDI oder einem anderen Probenehmer des Labors.

Zu Pkt. I: Zur Haustechnischen Untersuchung ist festzuhalten, dass der Umfang je nach Projekt variiert. Wir bieten dabei 4 Leistungstypen an: Leistungstyp A: Technische Kurzsichtung (geringer Leistungsaufwand), Leistungstyp B: Technische Grobsichtung (mittlerer Leistungsaufwand) , Leistungstyp C: Erweiterte technische Grobsichtung (geringer Leistungsaufwand), Leistungstyp D: Gefährdungsanalyse (Leistungstyp C + Gutachten).
 
Zu Pkt. II: Zur Trinkwasser-Untersuchung ist festzuhalten: Wir weisen darauf hin, dass Sie als UsI mit der schriftlichen oder mündlichen Abstimmung/Beauftragung eines Beprobungstermins mit/an uns, das Labor HBICON (Untersuchungsstelle) mit der Trinkwasser-Untersuchung beauftragen, einschließlich der Probenahme, gem. § 14(6) TrinkwV. Das Labor weist Sie daher auch als Auftraggeber im Labor-Prüfbericht aus. Sie erhalten zum Zwecke eines verkürzten Zahlungsverkehrs: eine Rechnung von der TWG Hausanalyse, Dipl.-Ing. Jens Bellmer VDI, in der alle vorgenannten Teilleistungen I.) und II.) enthalten sind.

4. Probenahmestellen
Im Rahmen der vorbeschriebenen Struktur beprobt Herr Bellmer Trinkwasser-Installationen im Auftrag des HBICON. In Fällen wo das Gesundheitsamt die Probenahmestellen (z. B. für die Legionellen-Untersuchung) vorgibt, werden diese, so wie angeordnet, verwendet. In anderen Fällen werden beispielsweise Legionellen-Proben dort genommen, wo sie aus Sicht der Vorgabenlage (u.a. lt. Empfehlung des Umweltbundesamtes und/ oder des DVGW) notwendig sind. Hierbei ist es zusätzlich so, dass eine enge Abstimmung zwischen Laborleitung und Herrn Bellmer stattfindet, um den vertraglichen Verpflichtungen hinsichtlich der Qualitätsanforderungen des Labors Folge leisten zu können. Weiterhin ist die Abstimmung wichtig, da die Verantwortung für Auswahl der Probennahmestellen und für die Durchführung der Probennahmen im Verantwortungsbereich der Laborleitung liegt.
Falls die Probenahmestellen ohne Vorgaben des Gesundheitsamtes festgelegt werden, muss hier auf folgendes hingewiesen werden: Es fehlen häufig Anlageninformationen, wie z.B. Grundrisspläne oder/und Schemen der Trinkwasser-Installation. Zumeist ist es auch so, dass der Betreiber nicht selbst in der Lage ist ausreichende Informationen zum Leitungssystem zu geben wie: Wo liegen Steigestränge? Welche Gruppen bestehen im Detail? Welche Zapfstellen werden von welchen Hauptgruppen versorgt?. Dabei kann es dann selbstverständlich vorkommen, dass die Trinkwasser-Untersuchung nicht zu 100 % der Vorgabenlage genügt. In einem solchen Fall wird dies protokollarisch festgehalten.
Hinweis zu den hier aufgeführten Beprobungen einschließlich Laborüberprüfungen: chemisch, bakteriologisch: Falls keine Anordnung vom Gesundheitsamt besteht wird versucht, zusammen mit dem Hausmeister/technischem Leiter/Personal eine oder mehrere Zapfstellen pro Gebäude oder Gebäudeteteil zu finden, die am weitesten von der Haus-/Gruppeneinführung entfernt ist und auch für Trinkzwecke von den Nutzern genutzt wird/werden kann. Diese wird (werden) dann beprobt. Es handelt sich nicht um eine umfassende Beprobung einer Vielzahl von Zapfstellen im Gebäude. Legionellen-Beprobung: Es wird versucht, zusammen mit dem Hausmeister/technischem Leiter/Personal exemplarische Zapfstellen zu finden, die den Vorgaben des Umweltbundesamtes/DVGW genügt. Diese werden dann beprobt. Es handelt sich nicht um eine umfassende Beprobung einer Vielzahl von Zapfstellen im Gebäude. Welche Parameter genau untersucht worden sind ergibt sich dann im Detail aus dem Prüfbericht des Labors. Die zu überprüfenden Parameter werden in der Regel vom Gesundheitsamt vorgegeben. Falls nicht: Es werden nur einige - nicht alle Parameter der Trinkwasserverordnung überprüft und sind selbstverständlich im Prüfbereicht aufgeführt. Der Parameter-Umfang kann jederzeit vom Auftraggeber erweitert werden.

5. Die Probenahme
Die Probennahme erfolgt in Trinkwasser-Installationen von Gebäuden: Auftraggeber sind Kommunen und Industrie-Unternehmen. Beispiele: Schulen, Turnhallen, Schwimmbäder, Verwaltungsgebäude, Gebäude mit Hotel- oder Heimcharakter etc. Trinkwasser-Anschlussleitungen die im Verantwortungsbereich von Versorgungsunternehmen liegen (in der Regel vor dem Wasserzähler) werden ausdrücklich von der TWG-Hausanalyse nicht beprobt. Der Umfang der Beprobungen umfasst, je nach Auftrag, solche für Legionellen-, chemische und bakteriologische Untersuchungen. Herr Bellmer führt alle Beprobungen selbst durch. Es kann jedoch auch vorkommen, dass das Labor HICON (Untersuchungsstelle) einen anderen Probenehmer einsetzt. Die Trinkwasserproben werden sodann, unter Beachtung der Vorgabenlage zum Labor gebracht und dort untersucht. Der Auftraggeber der Wasseranalyse erhält einen Prüfbericht des Labors mit trinkwasserspezifischen Angaben und zusammenfassende Auffälligkeits-Listen der TWG-Hausanalyse. Letzteres umfasst eine Zusammenfassung des Labor-Prüfberichtes und in der Regel weitergehende haustechnische Hinweise.

6. Abrechnung und auffällige Befunde
Die Abrechnung (Rechnungsstellung) der TWG-Hausanalyse erfolgt in der Regel an den Betreiber der Trinkwasser-Installation. Mit der Weitergabe des Labor-Prüfberichts von der TWG Hausanalyse an den Betreiber erhält der Betreiber/Auftraggeber, wie zuvor erwähnt unter Pkt. 3, eine weitergereichte Leistung des Labors in der Herr Bellmer als Probenehmer (des Labors) geführt wird. Die schriftlichen Hinweise des Labors gelten für den Betreiber/Auftraggeber der trinkwassertechnischen Anlage. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, die im Labor-Prüfbericht aufgeführten Richt-/Grenzwert-Überschreitungen, Bewertungen und Empfehlungen zu beachten und umzusetzen.
Auffällige Befunde, dies sind in der Regel Befunde bei denen die Grenz- oder/und Maßnahmenwerte der Trinkwasserverordnung überschritten werden, müssen vom Anlagenbetreiber/Auftraggeber dem Gesundheitsamt mitgeteilt werden. Die Auffälligkeiten bzw. Grenzwert-Überschreitungen gehen ursächlich aus dem Labor-Prüfbericht hervor. Im Falle einer Benachrichtigung an das Gesundheitsamt müssen ausschließlich die Original-Prüfberichte des HBICON verwendet werden. Die Auffälligkeits-Listen der TWG-Hausanalyse sind nicht Bestandteil des Prüfberichtes, sondern lediglich weitergehende, separate Hinweise. Falls Sie als Auftraggeber nicht der Anlagenbetreiber sind, so müssen Sie diesen unverzüglich über seine Anzeigepflicht informieren.

7. Zusammenfassungen, Labor-Prüfberichte und Ausschluss von Leistungen
Sie erhalten als Auftraggeber zusätzlich die vorbeschriebenen, zusammenfassenden Auffälligkeits-Listen von der TWG-Hausanalyse über die Laborergebnisse. Herr Bellmer von der TWG-Hausanalyse (Tel.: 05234 2059393) oder auch das Labor HBICON (Tel.: 0521-208550) stehen zur Verfügung, wenn Fragen zu den Ausarbeitungen bestehen. Die vorgenannten Leistungen umfassen also ausschließlich Laborergebnisse, laborseitige Bewertungen der Wasserqualität und zusammenfassende Auffälligkeits-Listen: Technik und Laborwerte. Zu den haustechnische Hinweise: Es handelt sich bei Leistungstyp A, B und C ausschließlich um stichprobenhaft festgestellte und unvollständig aufgenommene Problempunkte, die evtl. während der zeitlich kurzgefassten Probenahme in unmittelbarer, örtlicher Nähe des Zapfhahns aufgenommen wurden. Die Untersuchung umfasst ausdrücklich keine der folgenden Teilleistungen: a.) haustechnisches Gutachten b.) vereidigte Sachverständigen-Tätigkeit, c.) Sachverständigentätigkeit z. B. im Sinne der Technischen Prüfverordnung (oder ähnliches) oder zur Findung der Entstehungsgeschichte der vorliegenden Situation, c.) brandschutztechnische Untersuchung und Bewertung, d.) feuerlöschtechnische Untersuchung und Bewertung, e.) energetische Untersuchung und Bewertung, f.) Planungsleistungen etc.
Hauptaufgabe der Untersuchung ist ausschließlich die vorgenannte Beprobungstätigkeit, die labortechnische und zusätzlich zusammenfassende Bewertung der Technik (stichprobenhaft) und Wasserqualität (stichprobenhaft). Falls gewünscht, können zusätzliche Beratungen und auch eine Gefährdungsanalyse (Leistungstyp D) bei der TWG-Hausanalyse abgerufen werden. Hierfür ist jedoch eine zusätzliche Beauftragung vom Auftraggeber notwendig.

8. Maßnahmen-Empfehlungen der TWG Hausanalyse
a. Die Probenahmen der TWG Hausanalyse erfolgen vollkommen unabhängig und unparteilich. Aus diesem Grunde werden grundsätzlich Mängel gesucht, ermittelt und benannt, aber keine detaillierten Sanierungs-Maßnahmenempfehlungen gegeben.
Hintergrund: Falls detaillierte Sanierungs-Maßnahmen im Vorfeld benannt werden, erhofft man sich entsprechende Erfolge, die sich auch im Laborergebnis wiederspiegeln sollen. Falls der Probenehmer und der, der die Maßnahmen nennt, eine und dieselbe Person darstellen, bestände eine gewisse Gefahr, dass die Probenahme (auch wenn dies ausgeschlossen sein sollte) befangen erfolgen könnte. Um hier jegliche Befangenheitsfrage auszuschließen, werden von der TWG Hausanalyse ausschließlich Mängelpunkte dargelegt, aber keine detaillierte Maßnahmen benannt. Es geht bei allen 4 vorgenannten Leistungstypen (A, B, C und D) um die Benennung von festgestellten technischen Mängelpunkten. Je nach Leistungstyp und Untersuchungszeit geschieht die technische Sichtung bis einschließlich Leistungstyp: C grob. Ausschließlich bei Leistungstsyp: D (Gefährdungsanalyse) ist die technische Sichtung umfangreich intensiv. Aber auch beim Leistungstyp: D werden ausschließlich Mängel benannt (Mängelidentifikation). Das ist eine Sonderform der Durchführung einer Gefährdungsanalyse. Die Beauftragung unsererseits für eine Gefährdungsanalyse (Typ: D) schließt alle anderen Leistungstypen aus. Das heißt, dass dann eine Beprobung nicht mehr von uns ausgeführt werden kann. Falls wir beauftragt sind: Das vorgenannte Vorgehen (kein Benennen von detaillierten Maßnahmen) ist klares Untersuchungsziel der TWG Hausanalyse und gilt auch bei einer Beauftragung für die Beratung von auffälligen Befunden. Jegliche andere Form der Beratung wird hiermit ausdrücklich ausgeschlossen.

b. Falls von der TWG-Hausanalyse allgemeine Empfehlungen gegeben werden, dann dürfen sie nicht direkt umgesetzt werden. Es bedarf immer einer Zwischenschaltung von Sonderfachleuten. Im Detail: Falls es sich um haustechnische, anlagentechnische oder manuelle Maßnahmen-Empfehlungen handelt, ist in jedem Falle die Zwischenschaltung eines haustechnischen Ingenieurbüros (mit VDI 6023-Zertifizierung) oder einer entsprechend vergleichbaren Instanz des Auftraggebers/Betreibers nötig.

c. Das Geschäftsmodell der TWG Hausanalyse ist ausschließlich aufgebaut auf eigener Beprobung. Dies erfolgt durch unbefangenes, unabhängiges, unparteiliches Vorgehen für alle Wasseruntersuchungen, was hiermit ausdrücklich zugesichert wird. Jegliche andere Durchführung wird hier ausdrücklich ausgeschlossen. Darüber hinaus fordert die UBA-Empfehlung zur Untersuchung von Trinkwasserinstallationen vom 18.12.2018, dass die Verantwortung für die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Probennehmer bei der Laborleitung liegt. Die ist hier im speziellen Fall sichergestellt, zugesichert, abgestimmt zwischen der Laborleitung des Labors HBICON, Bielefeld und der TWG-Hausanalyse.

d. Der nachfolgende Hinweis gilt für den UsI, Unternehmer oder der sonstige Inhaber einer Trinkwasseranlage, aber auch für alle andere Auftraggeber, die uns beauftragen: Maßnahmen, wie Sanierungsmaßnahmen, manuelle Maßnahmen, Untersuchungsmaßnahmen etc. sind mindestens dann erforderlich, wenn Grenzwerte, Maßnahmenwerte oder Richtwerte überschritten werden. Das gilt im speziellen, wenn der technische Maßnahmenwert für Legionellen in Trinkwasserinstallationen überschritten wird und im Allgemeinen für alle anderen Wasseruntersuchungen, wenn Grenzwerte, Maßnahmenwerte, Richtwerte überschritten werden. Die Verantwortung in jeglicher Hinsicht (Art der Maßnahmen, Beginn der Maßnahmen, Anzahl der Maßnahmen usw.) liegt beim UsI oder vorgenanntem Auftraggeber. Noch detaillierter ausgedrückt: Es bedarf keiner Nennung von Maßnahmen der TWG Hausanalyse, damit diese durchgeführt werden.  

9. Es gilt stets die aktuelle Trinkwasserverordnung
Hieraus resultieren tiefgreifende Veränderungen und neue Vorgaben. Die Trinkwasserverordnung ist aus juristischer Sicht eine Rechtsverordnung zum Infektionsschutzgesetz. Sie legt die Güteanforderungen an das Trinkwasser, aber auch die Verantwortlichkeiten und Pflichten der Betreiber von Wasserversorgungsanlagen fest. Das Besondere ist, dass sich diese Verordnung nicht nur an die Stadtwerke und allgemeine Wasserversorger richtet. Gemäß Trinkwasserverordnung ist in der Regel jeder Besitzer oder Betreiber einer Hausinstallation, aus der Trinkwasser („Wasser für den menschlichen Gebrauch”) an Verbraucher abgegeben wird, selbst verantwortlich.

10. Hinweise zur Probenahme und zur Abgabe des Wassers

10.1 Beprobung chemisch, bakteriologisch
Falls keine Anordnung vom Gesundheitsamt besteht, wird versucht, zusammen mit dem Hausmeister/technischem Leiter/Personal eine oder mehrere Zapfstellen pro Gebäude oder Gebäudeteil zu finden, die am weitesten von der Haus-/Gruppeneinführung entfernt ist/sind und auch für Trinkzwecke von den Nutzern genutzt wird/werden kann. Diese wird (werden) dann beprobt. Es handelt sich nicht um eine umfassende Beprobung einer Vielzahl von Zapfstellen im Gebäude. Die zu überprüfenden Parameter werden in der Regel vom Gesundheitsamt vorgegeben. Falls nicht: Es werden nur einige - nicht alle Parameter - der Trinkwasserverordnung überprüft und selbstverständlich im Prüfbericht aufgeführt. Der Untersuchungsumfang kann jederzeit vom Auftraggeber erweitert werden. Welche Parameter genau untersucht werden oder untersucht worden sind, ergibt sich spätestens - im Detail - aus der detaillierten Auflistung des Prüfbericht des Labors. Die Probenahme (chemisch) erfolgt nach Entfernung des Wassertrahlreglers an der Auslaufarmatur, zumeist am Waschtisch oder an einer Küchenspüle. Danach chemische Probenahme. Danach erfolgt Desinfektion des Auslaufes und anschließend die bakteriologische Probenahme. Die jeweiligen Ablauf-Wassermengen zwischen den vorganannten Abläufen richten sich nach der Zielstellung/Vorgabe.

10.2 Legionellen-Beprobung
Falls nichts anderes vereinbart wird und keine anderslautenden Vorgaben vom zuständigen Gesundheitsamt bestehen, wird die Probenahme entsprechend der aktuellen Empfehlung des Umweltbundesamtes (UBA) durchgeführt. Hierbei geht es um systemische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung. Es wird versucht, zusammen mit dem Hausmeister/technischem Leiter/Personal exemplarische Zapfstellen zu finden, die den Vorgaben des Umweltbundesamtes genügen. Vornehmlich werden dabei Waschtisch-Ausläufe in der Nähe von Duschen und Anschlüsse am Trinkwassererwärmer ausgewählt. Diese Stellen werden dann beprobt und zwar nach den Vorgaben des UBA. Es muss hier ausdrücklich erwähnt werden, dass Gesundheitsämter, von der vorgenannten UBA-Empfehlung, anderslautende oder abweichende Vorgaben aufstellen können, beispielsweise bei Nachuntersuchungen. So kann es sein, dass z. B. Dusch-Ausläufe mit in die Untersuchung mit einbezogen werden können. Die Abweichungen werden dann im Prüfbericht und in der mitgelieferten Zusammenfassung protokolliert.

Geänderte Legionellen-Untersuchung ab dem 01.03.2019: Ab dem 01.03.2019 wurde die neue UBA-Empfehlung in Verbindung mit der DIN 11731 zur Untersuchung von Trinkwasser auf Legionellen verbindlich. Neben der Art der Probenahme sind Labor-Untersuchungsschritte und-verfahren geändert: Es werden andere Nährböden, als wie vorher verwendet (BCYE+AB statt GVPC). Außerdem sind zusätzliche Schritte vorgegeben. Neben einer aufwendigeren Laborbearbeitung haben diese Maßnahmahmen auch zur Folge, dass Legionellen-Ergebnisse nicht in allen Fällen mit „alten“ Untersuchungen vergleichbar sind; d.h., es können auch höhere Konzentrationen auftreten. Darüber hinaus ist die Angabe eines Ergebnisses „0“ in Zukunft auf Grund der geänderten Analysenschritte nicht mehr möglich. Wenn keine Legionellen nachzuweisen sind, wird das Ergebnis „<2 KBE“ heißen. Weitere Punkte sind wichtig und können beim Labor HBICON oder bei der TWG Hausanalyse erfragt werden.

10.3 Abgabe des Trinkwassers
Es können in der Regel nie alle Verbrauchsstellen beprobt werden. Für den Betreiber einer haustechnischen Anlage bestehen hohe Verantwortlichkeiten und Pflichten für alle Verbrauchsstellen auch für die nicht beprobten. Ein wichtiger Punkt ist, dass die Trinkwasserqualität nicht nur an den Hausübergabestationen (Schnittstelle Wasserversorgungsunternehmen/Hauseinführung), sondern an allen Entnahme- und Verbrauchsstellen in den Gebäuden und auf dem gesamten Gelände den Mindestanforderungen genügen muss. Das vom Betreiber abgegebene Trinkwasser kann ursächlich durch die Trinkwasser-Installation selbst so belastet sein, dass es den Vorgaben der Trinkwasserverordnung nicht nachkommt. Beispiele: a.) Legionellenbelastungen durch zu gering erwärmtes Warmwasser (PWH) oder zu warmes Kaltwasser (PWC), b.) allgemeine bakteriologische Probleme durch nicht zulässige Verbindungen zu Nichttrinkwasseranlagen oder Stagnationen c.) chemische Belastungen durch Schwermetalleinflüsse etc. Wasser, welches z. B. durch die Hausinstallation entsprechend so belastet wird, dass es den Anforderungen der Trinkwasserverordnung nicht entspricht, darf vom Betreiber nicht als Wasser für den menschlichen Gebrauch abgegeben und anderen nicht zur Verfügung gestellt werden.

11. Hingewiesen wird auch auf die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik
Für die Hausinstallation sind das u. a. technische Regelwerke, wie die DVGW Richtlinien W 551 + W 553, VDI DVGW 6023, DIN 1988, DIN EN 806, DIN EN 1717, DIN 50930 Teil 6, DIN EN 12502 und weitere.

12. Meldung von Laborergebnissen an das Gesundheitsamt und Mindest-Maßnahmen
Vorgaben des zuständigen Gesundheitsamtes gelten vorrangig. Der Betreiber (oder Unternehmer) der Hausinstallation einer trinkwassertechnischen Anlage ist gemäß § 16 der Trinkwasserverordnung verpflichtet, auffällige Laborergebnisse eigenverantwortlich und unverzüglich an das zuständige Gesundheitsamt weiterzuleiten. Hierauf wird nicht im Einzelnen im Labor-Prüfbericht hingewiesen. Es werden hier ausschließlich Grenzwert-Überschreitungen ausgewiesen.

Ausnahme für die Legionellen-Untersuchung: Eine Anzeige beim Gesundheitsamt, vom Betreiber (Unternehmer) ist nicht notwendig, wenn er nachweisen kann, dass die Überschreitung schon direkt vom Labor (Untersuchungsstelle) dem Gesundheitsamt angezeigt wurde. Im Einzelnen, siehe Punkte A, B und C.

A. Legionellen-Untersuchung: Falls bei einer Legionellen-Untersuchung der technische Maßnahmenwert von 100 KBE/100 ml überschritten wird, so ist, gemäß § 15a der TrinkwV. die Untersuchungsstelle (das Labor HBICON) verpflichtet, dies unverzüglich dem zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen. Dies wird auch so durchgeführt. Das Labor HBICON lässt diese Anzeige durchführen von Herrn Dipl.-Ing. Jens Bellmer - Autorisierung vom Labor JBICON.

B. Mindest-Maßnahmen: Außerdem hat ein Betreiber (Unternehmer) bei Überschreitung des o. g. Legionellen-Maßnahmenwertes unverzüglich:

a. Untersuchungen zur Aufklärung der Ursachen durchzuführen oder durchführen zu lassen,
b. diese Untersuchungen müssen eine Ortsbesichtigung sowie eine Prüfung der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik einschließen,
c. eine Gefährdungsanalyse zu erstellen oder erstellen zu lassen und
d. die Maßnahmen durchzuführen oder durchführen zu lassen, die nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zum Schutz der Gesundheit der Verbraucher erforderlich sind.

Die vorgenannten Maßnahmen sind ohne Aufforderungen durch das Gesundheitsamt durchzuführen. Die Empfehlungen des Umweltbundesamtes sind dabei zu beachten.

C. Chemische und bakteriologische Untersuchung: Werden einzelne, bakteriologische und chemische Grenzwerte der Trinkwasserverordnung überschritten, so ist der Betreiber (Unternehmer) gemäß § 16 der Trinkwasserverordnung verpflichtet, dies unverzüglich dem Gesundheitsamt zu melden. Wir empfehlen hierfür den Original-Labor-Prüfbericht zu verwenden.

13. Zusätzliche Beauftragung
Darüber hinaus kann Ihnen die TWG-Hausanalyse bei der Auswahl von sinnvollen Maßnahmen behilflich sein. Wichtig wäre dann die separate Beauftragung eines Gutachtens.

Detmold, Stand: 11.2019