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[5] Die gesunde Heizung
Dipl.-Ing. Jens Bellmer, Baubiologe IBN,
VDI-zertifiziert
Als Ingenieur der Haustechnik
bin ich in meinem beruflichen Leben immer mehr dazu gekommen, ein
zuviel an Technik im Gebäude kritisch einzuschätzen. Was
habe ich nicht alles schon kommen und gehen gesehen. Wärmepumpen
sollten die Raumwärme nutzen und sie an die Heizungsanlage
abgeben, obwohl diese Wärme auch ohne Elektro betriebenen Kompressor
den umliegenden Zimmern zu gute kam. Geht es nach den neuesten Verordnungen
werden unsere Häuser geradezu mit Technik hochgerüstet.
Hier wird ventiliert, kerngespeichert, solargewärmt, Erdwärme
genutzt, Pellets verheizt , Wärme gepumpt. Alles sündhaft
teuer und am besten alles zugleich. Man darf es fast nicht sagen,
man wirkt als unflexibel und unmodern wenn man hinterfragt, warum
so viel Technik.
Was möchten wir eigentlich mit einer Heizungsanlage
bezwecken? Worum geht es im Grunde? Es geht doch nicht darum, ob
wir im Heizraum mit Holz, mit Gas oder sonst was heizen, sondern
als erstes ist es doch wichtig, wie wir unsere Wohn-, Kinder- und
Schlafzimmer warm bekommen und zwar so gesund wie möglich.
Danach kann man sich immer noch um die Energieform kümmern.
Das ist das, was ich kritisiere. Wenn man über Heizungsanlagen
spricht, geht es fast immer nur um die Sache mit der Primärenergie,
nie um das, was in unseren Wohnräumen gesundheitlich passiert.
Auch auch das darf man ja fast nicht aussprechen, da man sich ja
eigentlich erst um die angebliche Energieeinsparung kümmern
sollte. Hier steckt aber der Hauptfehler in einer langen Fehlerkette.
Denn gesundheitlich einwandfreie Heizungen verbrauchen ohne viel
Technik-Schnick-Schnack weniger Energie im Wohnraum, noch bevor
diese im Heizraum bereitgeschafft werden muss.
Was passiert in unseren Wohnräumen eigentlich?
Hier stehen oft die üblichen Heizkörper.
Diese heizen als erstes unsere Atemluft auf und missbrauchen diese
als riesigen Feuchtespeicher, weil warme Luft ja mehr Feuchtigkeit
aufnehmen kann als kalte. Da es energetisch "in" ist immer
luftdichtere Fenster einzubauen (das darf man ja auch nicht mehr
hinterfragen) wird alles noch viel schlimmer. Damit aber nicht genug,
jetzt kommt das, was das Fass zum Überlaufen bringt. Da unsere
"normalen" Heizkörper als erstes die Raumluft aufheizen,
hinken die Aussenwände temperaturmäßig immer hinter
her. Die mit Feuchtigkeit überladene Luft kondensiert deshalb
an den zu kalten Außenwänden, in Hohlräumen, an
Rolladenkästen usw.. Flüssiges Wasser und Schimmelpilz
entsteht. Heizkörper benutzen unsere Atemluft also als Heizmedium.
Staub bleibt nicht auf dem Boden liegen, sondern gelangt über
die missbrauchte Raumluft in unsere Lungen und kann dort ungeahnten
Schaden anrichten. Das staubhaltige Ergebnis sehe ich übrigens
immer wieder bei meinen Schimmelpilzanalysen.
Der Partikelträger ist bei der Raumluftprobe immer sehr viel
grauer und dunkler, als bei der Außenluftprobe.
Was wäre die Lösung?
Wie läuft es in der Natur ab? Wie war es früher?
Auch wenn diese Fragen als unmodern gelten sollten, so steht doch
fest, dass wir uns im Strahlungsklima der Sonne in Jahrmillionen
entwickelt haben. Der Mensch nutzte dabei früh die Strahlungswärme
des beruhigenden und offenen Feuers. Jahrtausende wurden Wohnbereiche
mit der indirekten Strahlungswärme des Ofens beheizt. Der Mensch
hat sich in dieser langen Zeit physiologisch auf diese Wärmeart
eingestellt.
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Was passiert hier physikalisch? Im Resultat
ist es eigentlich ganz einfach: Erwärmte Flächen (z.B.
die Wandflächen eines Hauses) geben Ihre Energie mit Lichtgeschwindigkeit
(ca. 300000 km/s) und solange an kühlere Flächen ab,
bis diese die gleiche Oberflächentemperatur besitzen. Diese
gesunde Strahlungswärme bleibt leider, trotz besseren Wissens,
weiterhin außen vor. Dabei wäre es so schön
einfach: Die Raumluft bliebe dabei kühl und staubarm. Jetzt
müsste man nur noch unsere luftdichten Häuser wieder
mit Außenluft fluten und wir erhalten den dritten wichtigen
Aspekt: Trockene Atemluft,
um die 100m² ! ! ! große Lungenoberfläche entfeuchten
und ergiebig entwärmen zu können. Wichtig: Es geht
hier nicht um Luxus. Es geht um einen lebenswichtigen Vorgang.
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Ohne ständige Entwärmung würden
wir sterben. Heizen und Lüften müssen sich diesen physiologischen
Gesetzen unterordnen. Diese Grundgesetze des Heizens und Lüftens
sind unumstösslich wichtig, da sich der Mensch seit ewigen
Zeiten auf dieses natürliche Klima eingestellt hat.
Erst seit einigen hundert Jahren werden unsere
Häuser mit luftheizenden Heizkörpern beheizt.
Der Unterschied zwischen luftheizenden, konventionellen Heizsystemen
und physiologisch einwandfreien Strahlungsheizungen liegt also ganz
einfach u.a. darin, dass
- die Wände bei der Strahlungsheizung wärmer
sind als die Raumluft
- die Wände bei der konventionellen Heizung kühler sind
als die Raumluft
Konventionelle Heizungen lassen Luftbewegungen
entstehen und befördern damit Staub in unsere Lungen. Strahlungsheizungen
unterstützen die Gesundheit, indem sie die Atemluft nicht als
Heizmedium missbrauchen. Außerdem erhalten sie auf Dauer die
Bausubstanz Ihres Hauses.
Kalte Außenwände bewohnter Häuser können auf
die Dauer feucht werden und damit verrotten und verschimmelln. Strahlungsheizungen
könnten dieses Übel beseitigen. Leider wird ihnen jedoch
immer noch zu wenig Beachtung geschenkt.
Jetzt noch einmal detaillierter:
Der Mensch, das wärmetechnische Wunderwerk
Falls es um die richtige Beheizung unserer Wohnräume
geht, macht es Sinn, sich einmal ganz genau zu verdeutlichen, wann
wir uns am wohlsten fühlen und wie wir "wärmetechnisch"
funktionieren. Folgen Sie mir bei diesem spannenden Thema. Es geht
los:
Die Nahrung, die wir aufnehmen, wird regelrecht
verbrannt, besser gesagt oxidiert. Diese Oxidation findet vorwiegend
in der Leber und in der Muskulatur statt. Was ist der Hauptzweck
dieser Oxidation? Antwort: Eine Kerntemperatur von 37°C muß
aufrecht gehalten werden, um alle Lebensprozesse zu garantieren!
Diese Temperatur wird absolut exakt geregelt: jahraus,
jahrein. Wie macht unser Körper das? Auf der gesamten Hautoberfläche
sind ca. 200.000 Temperaturfühler, auch Thermorezeptoren genannt,
verteilt. Diese empfinden ständig die Temperatur der Hautoberfläche
und geben Impulse an das Wärmezentrum im Zwischenhirn. Von
hier aus wird dann die innere Wärmeerzeugung, aber auch die
äußere Wärmeabgabe des Körpers geregelt.
Hauptsächlich steuert die Bluttemperatur
Verbrennungsprozesse in den Organen. Ferner wird, je nach Temperaturempfindung,
ein Drang nach mehr oder weniger körperlicher Tätigkeit
und Muskelbewegung (Händereiben bei Kältegefühlen)
erzeugt. Auch das Hunger- und Sättigungsgefühl, das ja
für die Nahrungsaufnahme maßgebend ist, spielt in diesem
Zusammenhang eine Rolle. Nun muß noch etwas wichtiges passieren!
Die im Inneren des Körpers gebildete Wärme muß unbedingt
nach außen abgeführt werden. D.h., dass die äußere
Wärmeabgabe des Körpers immer genauso hoch sein muss,
wie die innere Wärmeerzeugung.
Falls hier nur ein geringer Unterschied zwischen
Wärmeproduktion und -abgabe besteht, kommt es zu einer stetigen
Veränderung der Kerntemperatur. Nach oben und nach unten sind
klare Temperaturgrenzen gesteckt, die, falls sie über- oder
unterschritten werden, in der Konsequenz den sicheren Tod bedeuten.
Dies soll klar machen, wie wichtig die äußere Wärmeabgabe
des Körpers ist. Sie ist lebensentscheidend! Alles andere im
biologischen oder auch chemischen Ablauf des Menschen tritt hinter
diesem Wunsch des Körpers, Wärme abzugeben, zurück!
Jedes Heizsystem in Gebäuden mussdiesem Umstand Rechnung tragen.
Das muss man verstehen,
wenn man gesund heizen möchte:
Beim Heizen geht es in Wirklichkeit
ums Kühlen!
Nun aber zurück zur weiteren Erklärung:
Selbstverständlich hat der Körper interne Schutzmechanismen,
um z.B. eine gestaute Wärmeabfuhr auszugleichen: Wenn der Körper
Gefahr läuft, dass die Kerntemperatur des Rumpfes 37°C
übersteigen könnte, und er seine Wärme nicht an die
äußere Umgebung abgeben kann, z.B. durch hohe Lufttemperaturen
und hohe Luftfeuchtigkeiten, deponiert er diese in einer Art Speicher.
Dieser Wärmespeicher sind vornehmlich unsere Extremitäten,
wie z.B. unsere Beine. Falls die innere Wärmeerzeugung dauernd
höher ist als die äußere Wärmeabgabe, ist der
Speicher irgendwann einmal voll. Dann steigt die Kerntemperatur
im Körper an. Bei starker äußerer Entwärmung
funktioniert alles umgekehrt. Als erstes wird der Wärmespeicher
"angezapft". Falls hier nichts mehr "nachkommt",
senkt sich die Kerntemperatur des Körpers. Auf welche Arten
geschieht nun diese Wärmeübergabe an unsere Umwelt?

Wärmeabgabe durch
Konvektion: Die am Körper vorbeistreifende Luft wird
aufgewärmt. Das kann aber nur funktionieren, wenn die Lufttemperatur
niedriger liegt als die Hauttemperatur bzw. die Temperatur der Oberfläche
der Kleidung.
Wärmeabgabe durch
Leitung: Unsere 27°C warmen Füße
leiten ihre Wärme zum Fußboden.
Wärmestrahlung:
Diese Wärme wird nicht an die Luft abgegeben, sondern an alle
Umschließungsflächen, die sich um den Körper herum
befinden. Man kann sich dabei den menschlichen Körper wie eine
Art Sonne vorstellen. Die Wärmestrahlen durchdringen die Luft
so,
dass sich die Energie erst wieder auf einem anderen festen Körper
niederlässt, sofern dieser in seiner Temperatur niedriger liegt,
als die wärmeabgebende Körperfläche.
Wärmeabgabe durch
Verdunstung: Auf der gesamten Hautoberfläche kommt es
zu einer Art Austrag von Flüssigkeit. Normalerweise verdunstet
diese Flüssigkeit sofort, ohne daß wir dies überhaupt
bemerken. Im Extremfall kommt es zum Schwitzen.
Wärmeabgabe durch Atmung:
Die Luft, die wir atmen, gelangt in unsere Lunge. Hier trifft sie
auf eine feuchte und körperwarme Übertragungsfläche
von ca. 100 m² und wird befeuchtet, temperiert und wieder ausgeatmet.
Egal welche klimatechnischen Konditionen die kalte Luft hat, die
wir einatmen: ausgeatmet hat sie immer eine Temperatur von ca. 37°C
und eine relative Feuchte von ca. 100%!
Falls es die Temperatur und Feuchtigkeit der eingeatmeten Luft zulässt,
ist der menschliche Körper sogar in der Lage fast seine komplette
Wärme über die Atmung abzuführen!
Welche Bedingungen sollte die Raumluft des
beheizten Raumes um uns herum erfüllen?
Sie sollte erst einmal kühl und trocken
sein! Warum, werden sich viele fragen. Ein beheizter Raum muß
doch mit warmer Luft ausgefüllt sein!? Die Skifahrer wissen
es besser: Auf der sonnenbestrahlten Terrasse einer Berghütte
reichen -10°C aus, um ein angenehmes, behagliches und fühlbar
gesundes Wärmegefühl zu erreichen. Das geht nur in Kombination
mit einer ergiebigen Strahlungsquelle. Im Falle der Berghütte
ist es die Sonne.
Es wird nur allzu leicht vergessen, dass der Mensch
auch in einem beheizten Raum weiterhin Wärme abgeben muss!
Eine ganz besondere Bedeutung kommt hierbei der Atmung zu. Wie schon
gesagt,
hat die Lunge eine Kontaktfläche von ca. 100 m². Je kühler
und trockener die einzuatmende Raumluft ist, desto besser kann eine
Entwärmung stattfinden. Niedrige Lufttemperatur und Feuchtigkeit
der Raumluft ist gleichbedeutend mit hohem Wärmeinhalt der
ausgeatmeten Luft. Tiefe und angenehme Atmung ist die Folge.
Ein Pionier dieser Thematik ist der Ingenieur aus
Berufung, Alfred Eisenschink. Dieser schrieb alles schon 1972 in
seinem Buch: "Falsch geheizt ist halb gestorben". Lange
Zeit stand Herr Eisenschink mit diesen Fakten recht allein auf weiter
Flur. Mittlerweile wird er jedoch im bekanntesten Heiz- und Klimabuch,
dem Recknagel/Sprenger indirekt bestätigt. In der Ausgabe 2000
steht unter dem Kapitel "Hygienische Grundlagen" der wichtige
Satz: "Danach bevorzugen die Rauminsassen ganz offensichtlich
trockene und kühlere Luft". Diese Erkenntnis basiert,
so der Recknagel, auf neueren Untersuchungen, wie z.B. umfangreichen
und langwierigen Forschungsarbeiten des dänischen Wissenschaftlers,
Herrn Fanger. Somit steht dieses Gesetz immer klarer wie ein Fels
in der Brandung: Gesunde Atemluft ist kühl und trocken!
Am besten versteht man alles an extremen
Bedingungen: Wie einige Schwimmbadbesucher wissen, verschlägt
es uns den Atem, wenn wir in ein sogenanntes römisches Dampfbad
gelangen. Dies kommt daher, da die atmende Wärmeabgabe in solch
einem überheizten und zu feuchtem Raum schlagartig gemindert
wird. Wenn wir aus dem Hallenbad wieder in die knochentrockene,
herrliche Winterluft gehen, bewirkt die kalte und trockene Atemluft
eine extreme Vergrößerung der Wärmeabgabe durch
Atmung.
Das Vorgenannte soll verdeutlichen, wie wichtig
die menschliche Wärmeabgabe durch Atmung für uns ist.
Dem Menschen ist es egal, ob er sich in einem beheizten, einem gekühlten
Raum oder aber auch in der Natur befindet. Die Wärmeabgabe
muß immer stimmen und entscheidet über sein Leben! Falls
sich also diesbezüglich Änderungen in seiner Umgebung
ergeben, versucht der Körper immer erst dieses Problem auszugleichen,
es hängt ja sein Leben hiervon ab.
Nur kühle und trockene Luft reicht aber noch
nicht aus. Was passiert rein wärmetechnisch gesehen weiter?
Selbstverständlich ist es so, dass kühle Luft in Form
von Konvektion dem Körper Wärme entzieht. D.h., an der
Kleidung oder Hautoberfläche vorbeistreichende Luft entzieht
dem Körper Wärme. Nun ist es jedoch so, dass diese Wärmeabgabe
bei einem normal gekleideten Menschen in einem zugfreien Raum recht
gering ist, da ja die Kleidung wie eine Art Konvektionsschutz wirkt.
Die verbleibenden unbekleideten Flächen, wie Kopf und Hände,
besitzen in einer zugfreien, d.h. relativ unbewegten Luft auch nur
eine relativ geringe Wärmeabgabe.
Trotzdem muss die kühle Lufttemperatur
noch durch etwas anderes ausgeglichen werden. Falls nämlich
zur kühlen Luft noch kalte Wände hinzukommen, würde
der Körper eine zu hohe Wärmeabgabe durch Strahlung erleiden.
Aus diesem Grunde ist es wichtig, für einen behaglichen Wohnraum
möglichst warme Umschließungsflächen bei gleichzeitig
kühler Luft zu schaffen. Es ist ein physikalisches Grundprinzip,
dass kalte Luft eben nicht kalt empfunden wird, wenn gleichzeitig
der Verlust durch Wärmestrahlung gering gehalten wird.
Heizleisten sind preiswerte und ergiebige
Strahhlungsheizungen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Wärme
in Form von Strahlung zu transportieren. Eine Möglichkeit bieten
hier die sogenannten Heizleisten. In Deutschland werden sie manchmal
durch Gutachter-Empfehlung in denkmalgeschützten Häusern
eingesetzt. Aber auch in allen anderen Gebäuden könnten
ihre Vorzüge genutzt werden:
Außenwände sind die Haupt-Abkühlungsflächen
eines jeden Hauses. Genau entlang der kalten Außenwände
werden Heizleisten montiert. Den Hauptteil der Wärme setzen
sie in Wärmestrahlung nach innen um. Ein Teil durchwärmt
leicht, aber stetig die Bausubstanz nach außen. Dadurch trocknen
die Baustoffe ungewöhnlich stark aus. Feuchtigkeit wird nach
außen getrieben. Das erhöht auf natürliche Weise
den k-Wert. Diese Wände sind dann in der Regel lufttrocken,
ohne Schimmel, ohne Schwamm und ohne Moder!
Keine Stellprobleme mit Möbeln, nur
Vorteile!
Bodenlange Vorhänge vor Heizleisten beeinträchtigen
deren Funktion nicht. Schränke, Regale o.s. sollten nie an
Außenwänden stehen, weil dahinter Schimmel entstehen
kann. Müssen sie dort stehen, verhindern Heizleisten dahinter
die Schimmelbildung.
Fußwärme spürbarer Vorteil
der Heizleisten
Heizleisten strahlen die Böden warm. Auch
in den Bädern und Wohnräumen mit Steinböden. Kombinationen
von Heizleisten und Fußboden-Heizungen und anderen Systemen
sind deshalb überflüssig.
Bodentiefe Scheiben, die Probleme und Lösungen
Große Scheiben werden im Winter zu "Kältefallen",
weil sie selbst bei besten k-Werten weniger Energie in den Raum
zurückstrahlen als feste Wände. Aus diesem Grund ist die
"Oberflächentemperatur" eines vor den Fenstern sitzenden
Menschen höher als die der Scheibe, er gibt erhöhte Energie
an die Scheibe ab.
Mit Heizzargen bzw. Heizrahmen kann man den Wirkungsbereich
der Fenster entschärfen:
dadurch wird die Energie, die die Hautoberfläche an die Scheibe
abgibt, kompensiert.
Heizzargen "verschwinden" in Türleibungen und sollten
Rohbauzustand eines Hauses gesetzt werden. Zur Nachrüstung
eigenen sie sich wegen des größeren Aufwandes nur bedingt.
Die ideale Alternative für Nachrüstungen
sind Rahmen, weil sie nicht in die Leibung eingebaut, sondern auf
dem fertig verputzten Mauerwerk aufgebracht werden. Sie sind die
Lösung für Fensterfronten, die nachträglich abgesichert
werden sollen. Da sie anders als die Zargen auch noch über
ein horizontales Element verfügen, eröffnet sich ihnen
ein zusätzliches Einsatzfeld: auch große, das heißt
mehr als zwei oder drei Meter breite Fensterscheiben lassen sich
mit den Rahmen, wärmetechnisch gesehen absichern.
Der gute alte Kachelofen
Früher war das beruhigende Knacken und Zischen
des verbrennenden Holzes noch in der guten Stube zu vernehmen. Nach
und nach wurde das Feuer in den Keller zum Kessel verbannt.
Holen Sie es sich wieder zurück in Ihren Wohlfühlraum.
Der Kachelofen ist die Strahlungsheizung mit allen ihren gesundheitlichen
Vorteilen schlechthin. Die Wärmestrahlung über den Umweg
der Kacheln wird vom Menschen als angenehm und mild empfunden.
Der richtige Kachelofen arbeitet hier als Grundofen. Das heißt,
das Holz verbrennt nahezu rückstandsfrei im Grund des Ofens.
Vermeiden Sie den Rost. Auch die Kompromisslösung, mit dem
Kachelofen mehrere Räume durch Warmluftkanäle zu beheizen,
sollte vermieden werden. Dieser Ofen wäre dann keine Strahlungsheizung
mehr und würde unsere Atemluft aufwirbeln und als Heizmedium
missbrauchen. Weitere Beratungen erhalten Sie über unsere
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Für Menschen, die vor einer Bauentscheidung
stehen,
wird selten auf die gesundheitliche Wichtigkeit
der Heizungsanlage hingewiesen. Es geht in den allermeisten Fällen
hauptsächlich um die Energiefrage. (Die wird übrigens
bei Strahlungsheizungen mit niedrigen Verbräuchen beantwortet.)
Tatsächlich versuchen wir Menschen seit 200
Jahren etwas zu entfernen, auf was sich der Körper seit Millionen
von Jahren eingestellt hat: Strahlungswärme. Urteilen Sie selbst:
Kann das gut gehen?
In den USA besteht ein sehr großer Wohnungsbestand
aus Strahlungsheizungen. In Deutschland ist ihr Anteil sehr gering.
Sie werden jetzt aber wieder von ganzheitlich agierenden Baubiologen
empfohlen.
Falsche Heizungsanlagen bilden die Ursachen zahlreicher
gesundheitlicher Probleme, wie z.B. Atemluftbelastungen durch Staubaufwirbelung
bis hin zu schweren Lungenkrankheiten, Winterdepressionen. Außenwände
verschimmeln obwohl geheizt wird.
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Leitfaden
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© Dipl.- Ing. Jens Bellmer, VDI
- zertifiziert
Bellmer Hausanalyse, Ingenieurbüro für gesundheitliche
Haustechnik und Baubiologie
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